, Rummel Pascal

Matchbericht - SV Würenlos vs. FC Villmergen 1:2 (0:2)

Tägerhard, Würenlos – 40 Zuschauer – SR: Unbekannt

Tore: 26. Dalponte 0:1; 32. Graf 0:2; 52. Mathys 1:2

SVW: Di Leo; Dos Santos, Herinques, Vaz, Lourenco; Mathys, McCutcheon, Bargisen, Curiel; Hotnjani, Engelfried

FCV: Meier; Rummel, Haussener, Köpfli; Fischbach, Locher, Gashi, Sidler, Roth; Dalponte, Graf

Verwarnungen: 53. Haussener (gelb); 59. Dalponte (gelb); 64. Engelfried (gelb); 75. Rajendran (gelb); 77. Emini (gelb); 87. Cilia (gelb)

 

Villmergen müht sich gegen Würenlos zum nächsten Sieg

Nach dem glanzlosen 2:0-Heimsieg gegen den FC Veltheim gastierte das Villmerger Fanionteam beim SV Würenlos. Der Aufsteiger, der sich bereits vor einigen Runden sämtlichen Abstiegssorgen entledigte, wollte den Freiämtern in die «Aufstiegssuppe» spucken. Denn für die Badmatte-Kicker zählte im Dreikampf mit Würenlingen und Mellingen nur ein Sieg. Da kam es ihnen alles andere als gelegen, dass die beiden etatmässigen Torhüter urlaubsbedingt nicht zur Verfügung standen. Und weil auch alle weiteren Keeper der zweiten und dritten Mannschaft nicht abkömmlich waren, musste kurzerhand Feldspieler Meier zwischen die Pfosten.


Verdiente Pausenführung

Die Gäste dominierten die Partie von Beginn weg und waren darum bemüht, das Spielgeschehen vorwiegend in die Hälfte der Hausherren zu verlagern. Allerdings verpassten sie es, die gefühlt 75% Ballbesitz in klare Torchancen umzumünzen. Aber nach etwas mehr als 25 Minuten und dem ersten wirklich gefährlichen Angriff der Freiämter war die verdiente Führung dann Tatsache. Flügelspieler Roth wurde mit einem langen Ball bedient, ehe er auf den völlig blankstehenden Dalponte ablegte. Dieser liess SVW-Schlussmann Di Leo dann keine Chance und brachte seine Farben mühelos in Front. Nur wenig später war es Graf, der mit einem wiederholten Pressingversuch das Aufbauspiel der Gegner stören wollte und von Di Leo derart unglücklich angeschossen wurde, sodass das Leder schlussendlich wieder in den Maschen lag. Ein Geschenk, welches die Villmerger natürlich dankend annahmen. Auch in der Folge blieben die Badmatte-Kicker die spielbestimmende Mannschaft. Aber weil man weitere gute Abschlussmöglichkeiten teils fahrlässig liegenliess, blieb auch die Gelegenheit, bereits im ersten Durchgang für klarere Verhältnisse zu sorgen, ungenutzt. Und Meier? Der erlebte eine äusserst ruhige erste Halbzeit. Mit Ausnahme eines Kopfballs, welchen er nach rund 20 Minuten problemlos aus der Luft pflückte, blieb er mehrheitlich beschäftigungslos. Allerdings sollte sich dies in den zweiten 45 Minuten ändern.


Die Villmerger bekommen ihr Entscheidungsspiel

Nach dem Pausentee bekundete die Antonelli-Meyer-Truppe mit den taktischen Umstellungen sowie dem aggressiven Pressing des Heimteams sichtlich Mühe. Als in der 52. Spielminute die Zuteilung ein weiteres Mal nicht passte, wussten die Würenloser dies auszunutzen. Ein Ball in die Tiefe wurde vor dem herauseilenden FCV-Schlussmann Meier auf Mathys quergelegt, welcher dann nur noch ins leerstehende Tor einschieben musste. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der zunehmend an Härte gewann und dementsprechend auch immer wieder aufgrund von Foulspielen unterbrochen werden musste. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit nahmen die Badmatte-Kicker dann eine ordentliche Portion Glück in Anspruch, als Haussener für seinen in dieser Situation bereits geschlagenen Torhüter auf der Linie klärte und das Leder aus der Gefahrenzone drosch. Auf der anderen Seite war es Gashi, der tief in der Nachspielzeit praktisch allein auf Die Leo zustürmen, diesen aber nicht überwinden konnte. Ein paar Zeigerumdrehungen später war Schluss und die Freiämter feierten einen denkbar knappen 1:2-Auswärtserfolg in Würenlos.

Wie wichtig dieser Dreier war, zeigte sich erst einen Tag später. Weil Mellingen das Reusstal-Derby gegen Tägerig mit 0:1 verlor, rückt das Villmerger Fanionteam auf den dritten Tabellenplatz vor. Damit haben es die Badmatte-Kicker am kommenden Freitag, 12.06.2026, im Heimspiel gegen den FC Fislisbach in den eigenen Füssen. Ein Sieg bedeutet die Qualifikation für die Aufstiegsspiele. Doch dazu bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung als zuletzt gegen Veltheim und Würenlos.

 

07.06.2026 / Pascal Rummel