Matchbericht - FC Bünz-Maiengrün vs. FC Villmergen 1:5 (1:0)
Zinsmatten, Hägglingen – 50 Zuschauer – SR: Unbekannt
Tore: 29. Oruc 1:0; 47. Graf 1:1; 55. Dalponte 1:2; 57. Gashi 1:3; 66. Gashi 1:4; 90.+2 Krasniqi 1:5
FCBM: Landolt; Wietlisbach, Hochstrasser, Lüthi; Arcuri, Oruc, Obi, Isler, Wiederkehr; Wirth, Koch
FCV: Clerici; Rummel, Sanvido, Rajendran; Bergamo, Hediger, Gashi, Roth, Graf; Krasniqi, Dalponte
Verwarnungen: 14. Lüthi (gelb); 28. Sanvido (gelb); 41. Wiederkehr (gelb); 72. Furlan (gelb); 75. Gashi (gelb); 75. Hochstrasser (gelb)
Villmergen schlägt Bünz-Maiengrün deutlich
Nach nunmehr drei sieglosen Spielen wollte das Villmerger Fanionteam im Derby gegen den FC Bünz-Maiengrün endlich wieder einen Vollerfolg feiern. Aufgrund der Tatsache, dass der Aufsteiger deutlich abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz rangiert, eine mehr als machbare Aufgabe. Allerdings tat die Antonelli-Meyer-Truppe gut daran, die Bünztaler nicht zu unterschätzten, denn den bisher einzigen Punkt in der gesamten Spielzeit holten sie ausgerechnet in Villmergen.
Pomadiger Auftritt der Badmatte-Kicker
Die Gäste starteten äusserst schwungvoll in die Partie und kamen gleich in den Anfangsminuten zu mehreren hochkarätigen Torchancen, welche aber allesamt ungenutzt blieben. Aus unerklärlichen Gründen schalteten die Villmerger in der Folge drei Gänge zurück und liessen die Hausherren damit auch am Spiel teilnehmen. Allerdings verpassten sie es, wirklich gefährlich vor FCV-Schlussmann Clerici aufzutauchen, weshalb sich ein wenig spektakuläres Mittelfeldgeplänkel entwickelte. Dementsprechend überrascht es wenig, dass der erste Treffer an diesem sommerlichen Samstagabend nach einem Standard fiel. In der 28. Minute liess sich Sanvido nahe des eigenen Strafraums zu einem unnötigen Foul an Koch hinreissen. Für die Ausführung des fälligen Freistosses übernahm Oruc die Verantwortung und zimmerte das Spielgerät direkt in den Winkel. Clerici blieb dabei ohne jegliche Abwehrchance. Somit waren die Gäste plötzlich mit 1:0 im Hintertreffen. Danach fiel die Partie wieder in alte Muster zurück und aussichtsreiche Abschlussmöglichkeiten suchte man auf der Hägglinger Zinsmatten vergeblich. Zwar beanspruchten die Gäste bis zum Pausenpfiff wieder etwas mehr Spielanteile für sich, verpassten es aber, Torhüter Landolt vor wirkliche Probleme zu stellen. Damit entsprach das 1:0 dann auch dem Pausenresultat.
Villmergen lässt die Muskeln spielen
Die Pausenansprache von Hauptübungsleiter Antonelli zeigte bereits wenige Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff die gewünschte Wirkung. In der 47. Minute vollendete Graf eine ansehnliche Villmerger Ballstafette, indem er das Leder aus der Distanz in die Maschen donnerte. Knappe 10 Minuten später bekamen die Bünztaler einen Flankenball der Gäste nicht entscheidend geklärt, weshalb Dalponte sein Glück mit einem etwas unkonventionellen Abschluss versuchte und die Murmel per Hinterkopf ins gegnerische Gehäuse spedierte. Innert kürzester Zeit drehten die Badmatte-Kicker die Partie. Kurz vor Erreichen der Stundenmarke war es dann der Villmerger Torgarant Gashi, der mit seinem Treffer zum 1:3 für klare Verhältnisse sorgte. Und jegliche Hoffnungen der Hausherren, den Zwei-Tore-Rückstand wettzumachen, zerschlug der Routinier mit seinem zweiten Tor an diesem Abend gleich selbst. Er profitierte von der mangelnden Abstimmung der Bünztaler Hintermannschaft sowie einem Ausflug von Landolt, weshalb er schlussendlich nur noch ins herrenlose Tor einschieben musste. In der Nachspielzeit war es dann noch Krasniqi, der das Score mit einem satten Schuss auf 1:5 erhöhte. Für den Villmerger Stürmer eine grosse Genugtuung, weil er damit seine drei Partien andauernde Torflaute beendete und zugleich den Schlusspunkt einer starken zweiten Hälfte der Gäste setzte.
Nach dem Pflichtsieg beim Tabellenletzten wartet auf das Fanionteam eine ungleich schwierigere Aufgabe, denn am Freitag, 15.05.2026, gastieren die Badmatte-Kicker beim FC Kappelerhof. Will man die Resthoffnungen auf die Aufstiegsspiele wahren, muss auch gegen den Badener Quartierverein ein Dreier her. Klar ist aber auch, dass sich die Antonelli-Meyer-Truppe beim Drittplatzierten keine solche erste Halbzeit wie gegen Bünz-Maiengrün erlauben darf. Denn dann dürfte ein Sieg ein Ding der Unmöglichkeit werden.
10.05.2026 / Pascal Rummel