Matchbericht - FC Würenlingen vs. FC Villmergen 2:2 (0:2)
Kuhgässli, Würenlingen – 40 Zuschauer – SR: Unbekannt
Tore: 9. Gashi 0:1; 40. Gashi 0:2; 52. Sagona 1:2; 85. Klingmann 2:2
FCW: Nyffenegger, Tanaskoski, Russo, Künzi, Melcore; Bicvic, Osmani, Sagona, Hartmann; Häuselmann, Klingmann
FCV: Duss; Rummel, Haussener, Sanvido; Hediger, Sidler; Comas, Gashi, Graf; Dalponte, Krasniqi
Verwarnungen: 46. Strüver (gelb); 51. Duss (gelb); 64. Sanvido (gelb); 69. Klingmann (gelb); 83. Krasniqi (gelb); 86. Melcore (gelb)
Villmergen spielt erneut «nur» unentschieden
Nach dem bitteren, weil unnötigen, Heimremis gegen Bremgarten gastierte das Villmerger Fanionteam beim Aufstiegsaspiranten aus Würenlingen. Die Nordaargauer waren seit dem Rückrundenstart noch sieglos und deswegen auf den dritten Tabellenplatz abgerutscht. Andererseits gingen die Freiämter in der zweiten Saisonhälfte noch nie als Verlierer vom Platz. Eine durchaus delikate Ausgangslage.
Würenlingen spielt, Villmergen trifft
In der Anfangsphase überliessen die Gäste den Hausherren grossmehrheitlich das Spieldiktat. Sie konzentrierten sich darauf, kompakt zu stehen und die Gefahr bestmöglich von Keeper Duss fernzuhalten. Mit Ablauf der Startphase entschieden sich dann auch die Badmatte-Kicker dazu, fussballerisch am Spiel teilzunehmen. Und praktisch mit der ersten Torannäherung gingen sie prompt in Führung. Eine ansehnliche Ballstafette fand durch Gashi, der von Comas mustergültig bedient wurde, ihre Vollendung im ersten Treffer des Abends. Vom Gegentor angestachelt, intensivierten die Würenlinger in der Folge ihre Angriffsbemühungen. Doch inmitten dieser luchste Gashi seinem Gegenspieler im Halbfeld den Ball ab, ehe er sah, dass FCW-Schlussmann Nyffenegger zu weit vor dem eigenen Gehäuse stand. Deshalb fasste er sich ein Herz und versenkte das Spielgerät aus rund 40 Metern direkt im Tor. Somit lagen die Gäste nach 40 Minuten mit zwei Längen in Front. Der taktische Kniff von Hauptübungsleiter Antonelli hatte sich also bezahlt gemacht. Denn auch im Anschluss hatten die Villmerger die besseren Torchancen. Aber weil Dalpontes Schuss nur gegen den Pfosten klatschte und Hediger aus aussichtsreicher Position an Nyffenegger scheiterte, blieb es vorerst beim 0:2. Allerdings beanspruchten die Freiämter kurz vor Ablauf der ersten 45 Minuten auch etwas Glück, denn Klingmann hätte praktisch mit dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer erzielen müssen. Doch sein Abschluss segelte meilenweit über das Tor, weshalb das 0:2 auch dem Halbzeitstand entsprach.
Wieder eine Zwei-Tore-Führung verspielt
Nach dem Pausentee waren die Hausherren um eine Reaktion bemüht und der Anschlusstreffer, der ihnen im ersten Durchgang noch verwehrt blieb, liess nicht lange auf sich warten. Die zweite Halbzeit war gerade einmal ein paar Zeigerumdrehungen alt, als FCV-Torwart Duss seinen Kasten etwas zu zögerlich verliess und deswegen nicht mehr das Spielgerät erwischte, sondern FCW-Stürmer Klingmann zu Fall brachte. Der Unparteiische zeigte folgerichtig auf den Punkt und Sagona verwandelte den Elfmeter zum 1:2. Wenig überraschend drückten die Nordaargauer in der Folge auf den Ausgleich. Doch wie schon im ersten Durchgang liessen die Badmatte-Kicker keine weiteren nennenswerten Torchancen zu. Mehr noch. Immer wieder gelang es ihnen, sich auf der rechten Seite durchzukombinieren, was mehr als einmal dazu führte, dass Gashi von der Grundlinie aus das Leder gefährlich zur Mitte spedieren konnte. Leider fehlte dort ein Abnehmer in einem schwarzen Trikot, der für die Vorentscheidung hätte sorgen können. Und so kam es, wie es kommen musste. In der 85. Spielminute war es der stete Unruheherd Klingmann, der infolge eines Freistosses aus dem Halbfeld völlig freistehend zum Kopfball ansetzen und zum 2:2 einnetzen konnte. Die Villmerger Hintermannschaft machte in dieser Situation alles andere als eine gute Figur. In den Schlussminuten wollte keine der beiden Mannschaften vollends ins Risiko gehen, weshalb der Schlusspfiff das Unentschieden schlussendlich besiegelte.
Am Ende ist es ein weiteres Remis, welches sich für das Fanionteam wie eine Niederlage anfühlt. Sie bleiben damit zwar ungeschlagen und zeigten erneut eine ansprechende Leistung, doch zum wiederholten Mal fielen die Gegentore nach Standardsituationen, die man aus Villmerger Sicht zu naiv verteidigte. Nun wartet auf die Antonelli-Meyer-Truppe eine Aufgabe, die es in sich hat. Denn am kommenden Freitag, 01.05.2026, gastiert mit dem FC Brugg der Leader auf der heimischen Badmatte. Der perfekte Gegner, um nach zwei Unentschieden in Folge auf die Siegerstrasse zurückzukehren.
25.04.2026 / Pascal Rummel