Matchbericht - FC Villmergen vs. FC Frick 1b 4:0 (2:0)
Badmatte, Villmergen – 30 Zuschauer – SR: Unbekannt
Tore: 28. Ferreira 1:0 (ET); 34. Comas 2:0; 86. Brunner 3:0; 90.+2 Bergamo 4:0
FCV: Clerici; Rummel, Haussener, Locher, Sanvido; Brunner, Hediger; Comas, Gashi, Graf; Krasniqi
FCF: Stahel; Cantoni, Ferreira, F. Leubin, B. Schmid; J. Schmid, Herzog; D. Leubin, Joss, Ferrante; Cakaj
Verwarnungen: 17. Cantoni
Villmergen feiert den ersten Sieg im Jahr 2026
Nach einem aus Villmerger Sicht mehr als glücklichen Unentschieden gegen Niederwil stand für das Fanionteam das erste Heimspiel der Rückrunde auf dem Programm. Zu Gast auf der Badmatte war der tief im Abstiegskampf steckende FC Frick 1b. Damit waren die Rollen vor dem Spiel klar verteilt, und alles andere als ein Vollerfolg der Freiämter wäre einer mittelgrossen Überraschung gleichgekommen.
Villmerger Chancenwucher
Wie schon beim Rückrundenauftakt gegen Niederwil starteten die Badmatte-Kicker mit viel Elan in die Partie. Die Laufbereitschaft und die Präsenz in den Zweikämpfen stimmte, allerdings fehlte erneut die Präzision im eigenen Ballbesitz, weshalb die Villmerger in der Startphase viele Bälle leichtfertig hergaben. Nichtsdestotrotz kamen sie zu einigen guten Abschlussmöglichkeiten, doch der Führungstreffer liess vorerst auf sich warten. In der 28. Minute war dieser dann Tatsache. FCV-Spielführer Brunner schickte Sanvido mit einem mustergültigen Schnittstellenpass in Richtung des gegnerischen Strafraums, von wo aus letzterer das Spielgerät in die Mitte spedierte. Und beim Versuch vor dem eingelaufenen Graf zu klären, traf der Fricker Ferreira das Leder derart unglücklich, dass dieses schlussendlich im eigenen Netz lag. Mit der Führung im Rücken war das Heimteam darum bemüht, mit dem zweiten Treffer des Abends schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. Nur wenige Zeigerumdrehungen nach dem 1:0 war es Comas, der von einem Lapsus des gegnerischen Torhüters profitierte. Denn infolge eines Eckballs der Gastgeber konnte FCF-Schlussmann Stahel den Ball nicht festhalten, weshalb dieser Comas vor die Füsse fiel. Der Villmerger Flügelspieler liess sich in dieser Situation nicht zwei Mal bitten und hämmerte das Leder diskussionslos in den Winkel. In der Folge konnten die Fricker von Glück reden, dass sie sich zur Pause nicht mit einem höheren Rückstand konfrontiert sahen. Die Hausherren liessen den Ball gut in den eigenen Reihen zirkulieren und erspielten sich immer wieder hochkarätige Torchancen. Doch wenn sie nicht am Fricker Torhüter, der abgesehen von seinem Fehler vor dem 2:0 eine starke Partie zeigte, scheiterten, war es die Torumrandung, die einen weiteren Treffer des Fanionteams verhinderte.
Die Entscheidung lässt lange auf sich warten
Nach dem Pausentee fiel das Heimteam etwas in alte Muster zurück. Viele Fehlpässe im Aufbauspiel eröffneten den Nordaargauern die ein oder andere Kontermöglichkeit. Aber weil die Gäste diese mehr als einmal unsauber ausspielten und zudem im Abschluss sündigten, wurde es vor Clerici nur selten wirklich gefährlich. Dementsprechend bot der zweite Durchgang nur wenig Highlights. Ein weiterer Aluminiumtreffer der Villmerger – ein Lattenknaller des eingewechselten Dalponte – war noch eine der wenigen nennenswerten Aktionen. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit war es dann der Captain der Freiämter, der für die Entscheidung sorgte. Dalpontes unkonventionelle Vorarbeit in Form einer Bogenlampe verwertete Brunner mit einem satten aber nicht minder platzierten Schuss zum 3:0. Daraufhin boten die Fricker in den Schlussminuten praktisch keine Gegenwehr mehr, was dem ebenfalls eingewechselten Bergamo tief in der Nachspielzeit die Möglichkeit eröffnete, einen schnörkellos gespielten Angriff der Hausherren mit dem 4. Villmerger Treffer den zu veredeln und damit den Schlusspunkt zu setzen.
Aufgrund der Osterfeiertage steht für die Antonelli-Meyer-Truppe das nächste Pflichtspiel erst am Freitag, 10.04.2026, auf dem Programm. Dann gastiert das Fanionteam beim ebenfalls arg abstiegsgefährdeten FC Turgi. Die Pause sollten die Badmatte-Kicker dringend nutzen, um an ihren fussballerischen Fähigkeiten zu feilen. Denn derart leicht, wie gegen Frick, dürfte es den Villmergern im weiteren Verlauf der Rückrunde wohl nicht mehr gemacht werden.
28.03.2026 / Pascal Rummel