, Rummel Pascal

Matchbericht - FC Niederwil vs. FC Villmergen 1:1 (1:1)

Riedmatt, Niederwil – 50 Zuschauer – SR: Unbekannt

Tore: 15. Krasniqi 0:1 (FE); 25. Schatzmann 1:1

FCN: Steimer; Holenweger, Angst, Allenspach, Näf; Rätz; L. Rey, Stutz, J. Rey, Schatzmann; Blumer

FCV: Clerici; Rummel, Haussener, Locher, Köpfli; Brunner, Sidler; Comas, Gashi, Graf; Krasniqi

Verwarnungen: 13. Rätz (gelb); 42. Angst (gelb); 84. Angst (gelb-rot); 90.+1 Näf (gelb); 90.+2 Hediger (gelb)

 

Niederwil und Villmergen teilen sich zum Rückrundenauftakt die Punkte

Mit dem Derby gegen Niederwil stand für die Badmatte-Kicker gleich zu Beginn der zweiten Saisonhälfte ein echter Kracher auf dem Programm. Während der knapp viermonatigen Winterpause haben die Villmerger akribisch an ihrer athletischen sowie konditionellen Verfassung gearbeitet und auch in den Testspielen, welche man allesamt gegen Zweitligisten bestritt, zeigte man durchaus ansprechende Leistungen. Allerdings – und das gehört halt eben auch zur Wahrheit – blieb das Fanionteam im Jahr 2026 bisher noch sieglos. Selbstredend, dass man das auf der Niederwiler Riedmatt ändern wollte.


Spiel auf Augenhöhe

Die Gäste erwischten den besseren Start in die Partie. Sie waren griffig in Zweikämpfen, zeigten sich lauffreudig und legten eine gesunde Portion Offensivdrang an den Tag. Die Belohnung folgte noch in der Startviertelstunde, als Comas im gegnerischen Strafraum regelwidrig gestoppt wurde und der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. Krasniqi, der in der Vorrunde noch für den FC Wohlen auf Torejagd ging, übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Elfmeter in der 15. Spielminuten trocken zum 0:1. Doch mit der Führung im Rücken liessen die Villmerger etwas nach, was den Reusstalern nicht nur erlaubte, besser in die Partie zu finden, sondern auch den Ausgleich zu erzielen. In der 25. Minute standen sich FCV-Abwehrchef Haussener und sein Schlussmann Clerici beim Versuch, eine Niederwiler Hereingabe zu klären, gegenseitig im Weg, weshalb das Leder schlussendlich mehr als unglücklich ins eigene Tor kullerte. Zum Glück für Haussener wertete der Unparteiische den Treffer zu Gunsten des Niederwiler Flankengebers Schatzmann. In der Folge spielte sich das Geschehen meist zwischen den beiden Strafräumen ab und abgesehen von einem als Flanke getarnter Abschluss, welchen Clerici aber problemlos entschärfte, bot der erste Durchgang keine weiteren nennenswerte Torraumszenen mehr. Deshalb entsprach das 1:1 dann auch dem Pausenstand.


FCV-Schlussmann Clerici hält den Punkt fest

Nach dem Pausentee waren die Hausherren die etwas überlegene Mannschaft. Es gelang ihnen jedoch nicht, das spielerische Übergewicht in ein Tor umzumünzen, was die Gäste nicht zuletzt ihrem Torhüter zu verdanken hatten. Villmergen fand offensiv hingegen praktisch nicht mehr statt. Deswegen und mit dem Ziel drei Punkte aus Niederwil mitzunehmen, stellte Hauptübungsleiter Antonelli nach etwas mehr als einer Stunde seine Hintermannschaft auf eine Dreierkette um. Dieser taktische Kniff erwies sich aber vor allem für die Reusstaler als Vorteil, weil sie fortan immer wieder mit schnellen Gegenstössen für Gefahr vor dem Villmerger Gehäuse sorgten. Und beim Versuch einen solchen Konter zu stoppen, ging eingewechselte Dalponte im eigenen Sechzehner gegen den emsigen Rey zu ungestüm zu Werke, weshalb dem Unparteiischen nichts anderes übrigblieb, als erneut auf den Punkt zu zeigen. FCN-Spielführer Rätz übernahm in der 70. Spielminute die Ausführung, doch er machte die Rechnung ohne Clerici, der abermals stark parierte. Der an diesem Abend stark aufspielende Villmerger Torhüter, welcher erst im Winter zu den Badmatte-Kickern stiess, erwies sich bereits in seinem ersten Pflichtspiel als absoluter Glücksgriff. In der Schlussphase war es dann Angst, der seinem Team einen Bärendienst erwies, indem er sich die zweite gelbe Karte einhandelte und vom Schiedsrichter frühzeitig unter die Dusche geschickt wurde. Natürlich warfen die Villmerger nun alles nach vorne. Allerdings mangelte es ihnen oftmals an der Präzision, die man gebraucht hätte, um wirklich gefährlich vor dem Niederwiler Tor vorstellig zu werden. Den Schlusspunkt einer ereignisreichen Partie setzte Krasniqi, der sich tief in der Nachspielzeit ein Herz fasste und aus über 25 Metern abzog. FCN-Schlussmann Steimer konnte das Geschoss gerade noch so an den Pfosten lenken. Das wäre er gewesen, der berühmte lucky Punch! Zum Unverständnis aller Villmerger wurde der fällige Eckball nicht mehr gegeben und der Unparteiische beendete die Partie, die ehrlicherweise keinen Sieger verdient hatte.

Hängende Köpfe gab es nach dem Schlusspfiff beiderseits zu Genüge, denn beide Mannschaften wollten mit einem Vollerfolg in die Rückrunde starten. Die Chance auf den ersten Sieg 2026 bietet sich dem Villmerger Fanionteam bereits am kommenden Freitag, 27.03.2026, wenn der FC Frick 1b auf der Badmatte gastiert. In Sachen Kampf und Laufbereitschaft darf die Antonelli-Meyer-Truppe gerne an der Leistung des Niederwil-Spiels anknüpfen. Fussballerisch gibt es aber noch viel Luft nach oben.

 

24.03.2026 / Pascal Rummel