Matchbericht - FC Fislisbach vs. FC Villmergen 1:2 (0:2)
Esp, Fislisbach – 50 Zuschauer – SR: Unbekannt
Tore: 43. Brunner 0:1; 44. Gashi 0:2; 62. Scaturro 1:2
FCF: Russo; Conrad, Scaturro, Rothen; Hofer, Morais Pires, Kaufmann, Di Donato; Mordas, Stoilovski, Allmann
FCV: Duss; Köpfli, Rummel, Haussener, Meier; Sidler, Brunner; Comas, Hediger, Thoma; Gashi
Verwarnungen: 69. Stoilovski (gelb)
Villmergen beendet die Vorrunde mit einem knappen Sieg
Zum Abschluss der Herbstrunde gastierte das Villmerger Fanionteam beim FC Fislisbach, der vor dieser Partie mit drei Zählern mehr auf dem fünften Tabellenrang stand. Damit war auch klar, dass die Freiämter aufgrund des besseren Torverhältnisses sowie der geringeren Anzahl an Strafpunkten mit einem Vollerfolg an den Gastgebern tabellarisch vorbeiziehen und auf eben diesem fünften Platz überwintern würden – sofern Kappelerhof gegen den SV Würenlos Punkte liegen lässt.
Villmerger Doppelschlag kurz vor der Pause
Das wohl gruseligste an diesem Halloween-Abend waren unbestritten die Platzverhältnisse. Denn die trotz der kühlen Temperaturen zahlreich erschienenen Zuschauer mussten schon ganz genau hinschauen, um auf dem Fislisbacher Teil der Sportanlage «Esp» etwas Grün auszumachen. Damit war auch schnell klar, was für eine Art Spiel zu erwarten war. Anstelle eines gepflegten Kurzpassspiels versuchten beiden Teams das Mittelfeld mit langen Bällen zu überbrücken. Aber die beiden Defensivabteilungen liessen sich nicht übertölpeln, weshalb wirklich aussichtsreiche Abschlussmöglichkeiten lange auf sich warten liessen. Kurz vor Ende des ersten Durchgangs war der erste Treffer des Abends dann aber Tatsache. Anders als zuvor kombinierten sich die Villmerger für einmal mit einer ansehnlichen Ballstafette and die gegnerische Grundlinie, von wo aus Gashi das Spielgerät auf seinen Captain zurücklegte. Brunner brachte seine Farben mit einem platzierten Flachschuss aus rund sieben Metern in Front. Keine Zeigerumdrehung später profitierte Gashi, der bei Brunners Führungstreffer noch als Vorlagengeber assistierte, von einem Blackout von FCF-Schlussmann Russo. Denn dieser spielte dem Freiämter Kreativkopf das Leder auf Höhe der Strafraumkante direkt in die Füsse. Der Villmerger Stürmer zögerte nicht lange, profitierte bei seinem Abschluss aber auch davon, dass dieser von einem Fislisbacher Verteidiger derart unglücklich abgefälscht wurde, wodurch Russo schlussendlich keine Abwehrchance mehr blieb. Die 0:2-Pausenführung war der verdiente Lohn für eine kämpferisch starke erste Halbzeit der Freiämter.
Ein halbwegs versöhnlicher Vorrundenabschluss
Nach dem Pausentee waren die Gastgeber die etwas dominantere Mannschaft, wohingegen den kunstrasenverwöhnten Badmatte-Kickern der Kräfteverschleiss des ersten Durchgangs anzumerken war. Dementsprechend war Scaturros Anschlusstreffer in der 62. Minute nicht ganz unverdient. Es war ein schnörkellos gespielter Angriff über die linke Seite, der am Ursprung des ersten Fislisbacher Treffers des Abends stand. Damit hatten die Hausherren Lunte gerochen, weshalb sie in der Folge auf den Ausgleich drückten. Allerdings verteidigten die Freiämter das eigene Tor bis zum Ende der Partie äusserst solidarisch, was dazu führte, dass das Heimteam nie mehr wirklich gefährlich vor FCV-Schlussmann Duss auftauchte. Im Gegenteil. In der Schlussviertelstunde hatten die Gäste die Entscheidung gleich zwei Mal auf dem Fuss. Aber weil der Unparteiische ein beinahe Eigentor von Ryser nicht hinter der Linie gesehen haben will und Lochers Pass auf den völlig blankstehenden Hediger ein bisschen zu steil war, hoffte das Heimteam bis zuletzt, zumindest einen Punkt im «Esp» behalten zu können. Um kurz vor 22:00 Uhr war der Sieg der Antonelli-Meyer-Truppe dann aber in trockenen Tüchern.
Weil Würenlos dem Badener Quartierverein Kappelerhof zeitgleich ein 3:3 abrang, schliesst das Villmerger Fanionteam die Vorrunde nach sechs Siegen, drei Remis und vier Niederlagen auf dem fünften Tabellenplatz ab. Aufgrund der Ziele, die man vor Saisonstart formulierte, ist man mit dieser Platzierung natürlich alles andere als zufrieden. Andererseits ist der angepeilte dritte Rang durch die jüngsten Siege nicht in unerreichbare Ferne gerückt. Bleibt also zu hoffen, dass sich das Villmerger Lazaret während der Winterpause lichtet und die Verletzungshexe in der Rückrunde nicht wieder ihr Unwesen auf der Badmatte treibt. Dann – und sofern man Ausrutscher wie gegen Bünz-Maiengrün vermeidet – darf das Fanionteam den dritten Platz durchaus zurecht ins Visier nehmen.
02.11.2025 / Pascal Rummel